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Digitalisierung in der Wasserwirtschaft

Smarte Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft

Mythos, Realität oder Zukunft?

Digitalisierung findet schon seit Längerem statt – auch in der Wasserwirtschaft. Damit ändert sich das wirtschaftliche Handeln auf vielfältige Weise: Arbeitsprozesse sowie Organisationsformen werden umgestaltet bis hin zur Entstehung neuer Geschäftsmodelle, die es erst mal zu denken gilt. Wichtige Kernelemente sind dabei neben der grundsätzlichen Aufgeschlossenheit gegenüber der Digitalisierung die brancheninterne sowie branchenübergreifende Vernetzung mit Kooperationen.

Die Hochschule Hof veröffentlichte die Ergebnisse einer Studie (SmaDiWa = Smarte Digitale Transformation in der Wasserwirtschaft) zur digitalen Transformation in der Wasserwirtschaft. Mit einer Mischung aus Fragebogen und Interviews von Verantwortlichen kam eine gute Übersicht der Lage in der deutschen Wasserwirtschaft zustande.

Welche Erkenntnisse sollten gewonnen werden?

Die Studie nahm sich 3 Ziele vor, die sie erreichen wollte:

  1. Identifikation von Anwendungsfeldern der Digitalisierung für die Wasserwirtschaft
  2. Eruierung des Standes der Umsetzung der Digitalisierung aus Sicht der Betreiber, Planer und Lieferanten.
  3. Identifikation von Forschungslücken und Bedarf an weiteren angewandten FuE – sowie Pilotprojekten.

Stichprobe und Erhebungsmethode

Nach dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) gibt es in Deutschland ca. 19.100 Akteure in der Wasserwirtschaft. Davon wurden 459 Umfragen ausgewertet, die eine repräsentative Sicht ermöglichen.

Digitalisierung im Einsatz

Akteure der Wasserwirtschaft schätzen den Grad der Digitalisierung in ihrem eigenen Unternehmen bei 49 % ein. Demgegenüber schätzt die gesamteuropäische Wasserwirtschaft ihren Digitalisierungsgrad bei nur 33 % ein. So scheint die Digitalisierung in Deutschland im Vergleich fortgeschrittener.

Sowohl die Vernetzung von Maschinen innerhalb der Unternehmen, als auch die (Internet-)Verbindungen zu den Herstellern, wird in Zukunft zunehmen. Die Weiterentwicklung innovativer Steuerungskonzepte wird in Zukunft erfolgen, jedoch nicht mit großem Fokus. Dies deckt sich übrigens auch mit anderen Branchen (z.B. Maschinenbau) Dabei beschäftigen sich die Akteure besonders mit dem Thema Datensicherheit. 94 % der Befragten haben in Zukunft einen hohen Anspruch an die Datensicherheit.

Mediennutzung

In der deutschen Wasserindustrie spielen nach wie vor der persönliche Kontakt und Referenzprojekte bzw. Weiterempfehlungen die größte Rolle. Obowhl aktuell viele Unternehmen große Anstrengungen in Richtung Soziale Medien unternehmen (insb. Die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen), werden diese Kanäle von Planern und Betreibern nahezu überhaupt nicht genutzt. Insgesamt fällt jedoch auf, dass die Nutzungshäufigkeit der Medienkanäle bei Anbietern, Planern und Betreibern relativ deckungsgleich ist. Obwohl bei der Frage nach „Best Practices“ 59 % der Befragten keine Beispiele bekannt sind.

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